Quo Vadis FAK?

Im September 2019 verfasste ich einen ähnlichen Beitrag … noch heute begleitet uns die unklare Zukunft des Wiener Traditionsvereins.

Ich frage mich woran es in den letzten Jahren tatsächlich gescheitert ist, dass dieser Wiener Großklub nun dort steht wo er gerade steht? Trotz des Engagements und der unbestrittenen Kompetenz von Peter Stöger ist es nicht gelungen das Schiff wieder manövrierfähig zu machen.

Es gibt sicherlich nicht nur EINEN Grund für die aktuelle Situation. Ich denke es gibt viele kleine aber doch wichtige Aspekte, die dazu beigetragen haben, dass die Veilchen nun mühsam um eine planbare und erfolgreiche Zukunft zu kämpfen haben.

Sind es alte, zum Teil „verkrustete“ Strukturen, seit Jahren fehlende klare sportliche Konzepte oder ist es die scheinbare „Wohlfühl-Oase“ im inneren Kern, welche die Entwicklung in den Jahren offensichtlich stagnieren ließ?

Wäre vielleicht doch mehr möglich, wenn man ehrlicher, konsequenter, strategischer und innovativer zu denken beginnen würde und so womöglich trotz weiterhin geringerer finanzieller Mittel doch mehr aus den vorhandenen Möglichkeiten rausholt?

Dazu gibt es keine ganz klaren Erkenntnisse …

meine These dazu:

Trotz schwieriger Umstände wäre viel mehr möglich!

Was fehlt ist ein mutiger Umbruch, das raus bewegen aus der Komfortzone, ein klarer strategischer Plan und eine grundlegende Linie und Ausrichtung in der Ausbildung und Entwicklung von SpielerInnen und TrainerInnen.

Was kennzeichnet erfolgreiche Vereins-, Ausbildungs- und Entwicklungsarbeit?

Es gibt viele Wege zum Erfolg, wichtig ist, sich für einen zu entscheiden!

Das eine oder andere Mal auch stehen zu bleiben, ein paar Schritte zurück zu machen, oder auch Umwege zu gehen ist dabei möglicherweise notwendig, um seine Ziele zu erreichen. Dazu bedarf es jedoch regelmäßger Selbstreflexion und einer ehrlichen Überprüfung dessen was funktioniert und was eben nicht funktioniert. Das wurde am Verteilerkreis möglicherweise nicht ausreichend genug getan!

Dazu braucht es …

  • eine klare Vision, eine Idee und einen klaren Plan zur Umsetzung – wofür wollen wir als Verein tatsächlich stehen?
  • ein ordentliches Mindestbudget, sowie die notwendigen personellen und strukturellen Rahmenbedingungen
  • die Überzeugung, die vorhandenen finanziellen Mittel und Ressourcen sinnvoll und ausgerichtet auf die Idee und die Zielsetzungen einzusetzen
  • die Auswahl kompetenter, loyaler und zur Kultur und Vision passender Führungskräfte, MitarbeiterInnen, TrainerInnen und SpielerInnen
  • die Bereitschaft aller Beteiligten sich auch regelmäßig aus der Komfortzone zu bewegen
  • neue frische und kompetent und loyal handelnde Personen, die die Ideen und Inhalte konsequent und ohne „Angst“ und persönliche Eitelkeiten umsetzen

Ausbildung und Entwicklung von SpielerInnen und TrainerInnen– eine VISION

„30 % sind Talent, 40 % sind Training und 30% sind mentale Stärke!“

Neben vorhandenem Geld, neu denkenden Köpfen, dem Schaffen von Rahmenbedingungen und Strukturen geht es in der Ausbildung und Entwicklung von SpielerInnen und TrainerInnen in erster Linie um die handelnden Menschen.

MitarbeiterInnen, SpielerInnen und TrainerInnen sollten neben der administrativen, sportlichen, athletischen und fachlichen Ausbildung vereinsintern dabei begleitet und unterstützt werden, eine stabile, zufriedene und gesunde Stimmung zu entwickeln und mitzutragen. Dazu braucht es eine offene aber wenn nötig auch kritischen Auseinandersetzung mit Inhalten und überprüfbaren Wegen zu deren Umsetzung.

SpielerInnen z.b. sollten den Verein wieder als mögliches Sprungbrett für ihre Karriere sehen. Als Verein, den ich mir ganz gezielt aussuche, um mich positiv (weiter) zu entwickeln.

Arrivierte, erfahrene SpielerInnen und TrainerInnen sollen sich so als Führungspersönlichkeiten weiterentwickeln und in schwierigen Situationen auf ihre Erfahrungen zurückgreifen. Junge SpielerInnen sollten daran wachsen und somit in ihrer Entwicklung zielgerichtet gefördert, gefordert und unterstützt werden. Auch die Grundpfeiler der Ausbildung im Nachwuchs sollten hier nochmals evaluiert und neu gedacht werden.

In der Organisations, Persönlichkeits- und Teamentwicklung geht es nicht um eine pauschale Betrachtung, sondern um das individuelle Eingehen auf die einzelnen MitarbeiterIn, SpielerIn, TrainerIn, auf den Menschen.

Das alles schafft Loyalität, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen und Leistungsbereitschaft.

Letztendlich können solche Haltungen und Strukturen die entscheidenden Faktoren, Motivatoren und Antreiber sein, um SpielerInnen und TrainerInnen für den Verein zu gewinnen und sie für die Zeit der Zusammenarbeit auch loyal an den Verein zu binden.

Ich bin überzeugt mit frischem Wind und unter solchen Rahmenbedingungen und Strukturen werden alle ihren Job gerne und mit Begeisterung tun.

Neben all dem wirtschaftlichen Dingen, sowie dem sportlichen, taktischen und athletischen Training geht es schlussendlich darum, sich am Arbeitsplatz (Büro, Kabine, Platz, etc.) wohl zu fühlen und dem Druck und den Anforderungen gut gewachsen zu sein. Darauf aufbauend kann jede(r) ihre/seine Leistung bewusster und mit viel Klarheit und Freude abrufen.

Das heißt, das notwendige Umfeld, die gelebte Kultur, vorhandenes Talent, gutes Training, ein gutes Klima, eine fruchtende Atmosphäre und ständige Selbstreflexion sind die Grundpfeiler zum persönlichen und letztendlich auch zum Mannschafts- und Vereinserfolg.

Fazit:

Ein völliger personeller und inhaltlicher Neubeginn scheint aus meiner Sicht notwendig. Vielleicht sind all die oben erwähnten Ansätze und Ideen die fehlenden Puzzlestücke für den seit vielen Jahren ausbleibenden Erfolg eines der großen österreichischen Wiener Traditionsvereine.

Infos und Kontakt:

Klaus Kroboth / Persönlichkeits & Teamentwicklung – Be Unique

+43 664 1256442 / office@klaus-kroboth.com

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