Immer wieder fragen mich Leute „Klaus, du arbeitest doch als Coach in der Persönlichkeitsentwicklung, mit Führungskräften, MitarbeiterInnen und SportlerInnen, aber mal ehrlich, was machst du da eigentlich, wenn du da so Persönlichkeiten entwickelst?“

Eine gute Frage! … Fakt ist, ich entwickle keine Persönlichkeiten … denn, jeder von uns ist schon eine Persönlichkeit … ganz im Gegenteil, ich unterstütze Menschen dabei, sich wieder zu „ent-wickeln„ – sich bildlich gesehen, wie eine Raupe zu ent-puppen, oder seinen inneren Rohdiamanten zu einem Diamanten zu schleifen.

Klingt irgendwie verrückt, aber was bedeutet das?

Ich denke, es geht im Leben nicht immer darum, der oder die Beste zu werden, noch höher zu streben und noch „erfolgreicher“ zu werden. Es geht für mich eher darum, zu erkennen, wer du wirklich bist und daraus dann deine beste Version von dir selbst zu machen. Das heißt, auf deine Art und Weise glücklich und erfolgreich zu werden, mit deiner DNA, mit deiner eigenen Art.

Mein Zugang:

Daher sage ich mir in meiner Arbeit mit Menschen zu Beginn immer folgendes …

Sieh einen Menschen so wie er sein könnte, nicht so wie er ist!

Steffen Kirchner, Mentalcoach & Speaker

Also, mein Zugang zu Menschen ist jener, hinter die Fassade einer Person zu sehen, das Potenzial zu erkennen, das in ihm oder ihr angelegt ist. Ob dieses Potenzial, oder bildlich gesprochen, dieses Samenkörnchen, schon vollständig aufgegangen ist … aus meiner Erfahrung ist das von ein paar Dingen abhängig.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass man den Wunsch und die Bereitschaft spürt, etwas verändern zu wollen. Sich darüber im Klaren zu sein, dass Veränderung vor allem zu Beginn sehr oft mit „Schmerzen“, Loslassen und ganz viel Mut zu tun hat.

Dann ist es wichtig, dass es da jemanden gibt, der dieses Samenkörnchen, das noch nicht aufgegangen ist, auch wahrnimmt und sieht.

Das bedeutet vor allem im zwischenmenschlichen Bereich auf einer Wellenlänge zu liegen, im ersten Gespräch zu sehen, ob die gegenseitige Chemie stimmt und die Bereitschaft vorhanden ist, auch in die Tiefe zu gehen. Klar ist, ich stehe nicht für kurzfristige, „oberflächliche“ Interventionen, auch wenn das manchmal vielleicht passend sein mag und auch gewünscht wird. Das ist jedoch nicht meine Herangehens- und Arbeitsweise.

Ich möchte letztendlich jemand sein, der nachhaltige Wirkung möglich macht, jemand, der in einem Menschen das sieht, was er oder sie vielleicht selbst noch nicht sehen kann. Das ist aus meiner Sicht die Aufgabe eines guten Coaches!

Sind sich beide Seiten darüber einig, diesen Weg über einen Zeitraum gemeinsam zu gehen, geht es um die grundsätzliche Klärung der wesentlichen Themen und Fragen.

Die „innere“ Arbeit:

Das Fundament und der Ausgangspunkt für den Wunsch seine Persönlichkeit zu ent-wickeln ist die grundsätzliche Frage „Wer bin ich und wer möchte ich tatsächlich sein?

Dazu ist es zunächst mal gut, sich folgenden Satz bewusst zu machen!

„Der, der du heute bist, der bist du vielleicht gar nicht, sondern du wurdest zu dem gemacht, von dem du glaubst, dass du heute bist“

Das klingt auf den ersten Blick vielleicht kompliziert … ist es aber nicht … warum?

Ich denke, wir sind uns alle im Klaren darüber, dass wir nicht so auf die Welt gekommen sind, wie wir heute sind, sondern wir wurden im Laufe unserer Lebens-Geschichte großteils auch zu dem kreiert, was wir heute scheinbar sind.

Überlegen wir … welche Menschen, die uns umgeben haben und heute umgeben, haben uns zu dem gemacht, was wir heute glauben zu sein, z.B. durch Aussagen, Beobachtungen, Sätze, die wir gehört haben, oder durch Erfahrungen, die wir gemacht haben. Durch all jene zum Teil auch natürlichen Prozesse (Erziehung, Bildung, Kultur, etc.) wurden wir teilweise zu der Person, die wir heute sind. Wir haben vielleicht viele dieser Erwartungen, Verhaltensweisen, Überzeugungen, Ideen, u.v.m. übernommen und leben sie.

Doch, sind wir das wirklich, was uns erzählt wurde (und wird), was wir sein sollen? Definieren wir uns zu sehr über das Außen?

Als spannende Aufgabe sehe ich es daher, diese unterschiedlichen Erwartungen und Überzeugungen, die Masken und Rollen, die wir manchmal vielleicht aufsetzen und einnehmen, all diese Entwürfe von uns, mal bewusst zu überprüfen und vielleicht Schicht für Schicht abzulegen und dahinter zu blicken, wer wir im Kern unseres Selbst denn tatsächlich sind. Das heißt nicht, dann nur noch auf sich zu schauen, oder einen „Egotrip“ zu starten – nein, das bedeutet, achtsamer und genauer drauf zu hören, welche Gedanken, Emotionen, Überzeugungen, Leidenschaften und Ideen ich zum Leben und den Dingen um mich herum habe. Auf dieser Reise gelange ich dann im besten Fall zu meinem innersten Kern, meinem SELBST.

Zum Beispiel können Führungskräfte für sich lernen und entdecken, zunächst mal sich selbst gut zu führen, um letztendlich auch andere gut und erfolgreich führen zu können. MitarbeiterInnen erkennen und sehen ihre Antriebe, Stärken oder Möglichkeiten, sich beruflich stabiler und zufriedener zu positionieren.

Doch was bedeutet das jetzt konkret für FußballerInnen oder SportlerInnen?

Weshalb kann das wichtig und von Nutzen sein, sich als FußballerIn oder SportlerIn diesen Fragen zu stellen?

Ich denke, immer wenn es darum geht sich zu ent-wickeln, kann das bedeuten, selbstbewusster, selbstsicherer, stabiler und auch mutiger zu werden.

Selbst-bewusst-sein bedeutet, seine Geschichte zu (er)kennen, zu verstehen, warum du die/der bist, die/der du heute bist, mit all deinen Stärken und Schwächen und all dem, was dich antreibt.

Selbstvertrauen entwickelt sich dann daraus, wenn du Antworten darauf erhältst, was DEINE Gedanken, Emotionen, Überzeugungen und Ideen zum Leben, den Menschen und Dingen um dich herum sind. Wenn Du viel ausprobierst und dir dabei ganz viele Erfolgserlebnisse kreierst und aus manchen „Fehlern“ die dir passieren die richtigen Schlüsse ziehst.

Wenn du diesen Weg „nach innen“ gehst und das herausfindest, was dich ausmacht und wer du bist, wirst du raus gehen auf den Platz und vor Ich-Stärke, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Mut und Überzeugung strotzen!

Also los … „Sei nicht nur die beste Kopie von Dir, sondern sei das Original!“

…“Ich bin der, der DICH ansieht und nicht das, was nur so scheint“

Tim Bendzko

INFOS + KONTAKT:

Klaus Kroboth – Persönlichkeits & Teamentwicklung – Be Unique

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