Zur Person:

Katharina Aufhauser, 23 Jahre; FK Austria/USC Landhaus, zentrales Mittelfeld; nach zwei Jahren bei Post SV Wien spielte Katharina dann lange im Nachwuchs des Wiener Sportklubs, mit 14 dann der Wechsel zum SV Neulengbach und in die ÖFB Frauenakademie (damals Nationales Zentrum). Bereits mit 15 Jahren debütierte sie in der Bundesliga für Neulengbach, im Herbst 2017 wechselte sie dann nach Spanien zu Sporting Huelva. Katharina war sowohl für die U17 als auch für die U19 des österreichischen Nationalteams im Einsatz, 2016 sogar als Kapitänin mit der U19 bei der EM-Endrunde. Seit 2018 spielt Katharina nun bei FK Austria Wien/USC Landhaus.

Liebe Kathi!

Danke, dass du dir die Zeit nimmst und uns ein bißchen etwas über deine Sichtweise und deine Haltung bezüglich Persönlichkeitsentwickung im Fußball erzählst!

Was war der Auslöser und die Motivation, dich näher mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung auseinander zu setzen?

Katharina: Dass der mentale Aspekt im Fußball eine leistungsentscheidende Rolle spielt, war mir schon lange klar. Als Klaus sich uns das erste mal vorstellte, war mir sofort klar, sein Angebot zur Zusammenarbeit nutzen zu wollen. Neben meinem grundsätzlichen Interesse war dabei auch Klaus` offene und ehrliche Art entscheidend, die mich sofort überzeugte.

Was waren deine bisherigen Erfahrungen mit diesem Thema oder mit Mentalcoaching?

Katharina: Meine bisherigen Erfahrungen waren ambivalent. Zwar hatte ich immer wieder mit MentaltrainerInnen zu tun, die Zusammenarbeit erfolgte aber vor allem im Teamkontext, war eher oberflächlich und ich empfand es meistens als lästige Pflichtaufgabe. Ich war daher vor der ersten Einheit mit Klaus auch etwas skeptisch, merkte aber sofort, dass sein Zugang ein anderer war und sich von meinen bisherigen Erfahrungen sehr stark unterschied.

Welche Voraussetzungen mussten für Dich gegeben sein, damit du letztendlich sagen konntest, ich lass mich ernsthaft auf ein persönliches Coaching ein?

Katharina: Die wichtigste Voraussetzung ist meiner Meinung nach das gegenseitige Vertrauen und die Gewissheit, dass persönliche Themen auch vertraulich behandelt werden. Die persönliche Chemie muss stimmen, außerdem muss von beiden Seiten die Bereitschaft gegeben sein, sich wirklich auf die Sache einzulassen. Ganz wichtig ist auch, dass es kein Coaching „von oben herab“ ist, sondern dass es eine gemeinsame Arbeit ist, in der alle Beteiligten mit ihren Meinungen und Ansichten ernst genommen werden.

Kannst du den LeserInnen kurz beschreiben, wie diese Gespräche oder Coachings in der Praxis ablaufen und worum es da so geht?

Katharina: Zunächst geht es darum, sich persönlich kennenzulernen, dies ist eine wichtige Basis für die weitere Zusammenarbeit. In welchem Bereich danach konkret weitergearbeitet wird, hängt davon ab, was man besonders forcieren möchte, das kann je nach individueller Situation unterschiedlich sein. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Weiterentwicklung der Persönlichkeit, das Erkennen der eigenen Potenziale und Ressourcen und die Auseinandersetzung mit sich selbst. Super ist, dass man dabei auch selbst entscheiden kann, welchen Themen man sich intensiver widmen will.

Was könnte letztendlich der persönliche Nutzen für dich daraus sein?

Katharina: Man setzt sich intensiv mit sich selbst auseinander, bekommt dadurch auch eine neue Sichtweise auf manche Dinge und erkennt Sachen, die man vorher gar nicht so wahrgenommen hat. Das hilft dabei, eigene Potenziale und Ressourcen zu erkennen und diese auszuschöpfen. Davon profitiert man nicht nur im Sport, sondern auch in sämtlichen anderen Lebensbereichen.

Hat sich durch das Coaching schon etwas verändert in deinem Leben, wenn ja was?

Katharina: Ja, auf jeden Fall. Mir persönlich hat die Zusammenarbeit mit Klaus bisher vor allem im Umgang mit meiner langen Verletzungspause geholfen, was sich auch positiv auf andere Lebensbereiche auswirkt. Da die Zusammenarbeit noch am Anfang steht, bin ich mir sicher, dass da noch viel Positives dazukommt.

Macht es für dich Sinn, dem Thema Persönlichkeits & Teamentwicklung im Fußball mehr Wichtigkeit und Wertigkeit zu geben?

Katharina: Weil man als Team nur erfolgreich sein kann, wenn alle an einem Strang ziehen und sich jede/r als wichtiger Teil des Gesamten sieht. Wenn dazu noch jede/r einzelne das volle Potenzial ausschöpfen kann und sich persönlich weiterentwickelt, ist der Grundstein für den Erfolg gelegt. Teamentwicklung und Persönlichkeitsentwicklung sind für mich daher ein unerlässlicher Teil, wenn man im Fußball erfolgreich sein will.

Vielen Dank für das Interview liebe Kathi!

Infos + Kontakt:

Klaus Kroboth – Persönlichkeits & Teamentwicklung – Be Unique

+43 664 125 64 42 / office@klaus-kroboth.com / http://www.klaus-kroboth.com