Diesmal beschäftigt sich mein Blogbeitrag mit einem für mich mittlerweile sehr leidigen Thema. Ich bin mit vielen Leuten aus meinem persönlichen Umfeld nicht einer Meinung, das ist auch okay so, mir ist es jetzt wichtig, meine Gedanken dazu los zu werden, sonst platze ich eventuell noch vor Ärger und Unverständnis.

Weshalb ich dieses Thema in einem Fußball-Blog anspreche?

Weil es den Volkssport Nr. 1 in Österreich und letztendlich auch mich in meiner Arbeit als Persönlichkeits & Teamentwickler im Frauenfußball in der Ausübung meiner Arbeit das ganze Jahr über betroffen hat und in den nächsten Wochen wohl wieder betreffen wird.

Meine Sicht auf Corona

Vielleicht gibt es viele Menschen, die anderer Meinung sind als ich, wobei ich denke, dass das so gar nicht stimmt. Ich glaube, viele haben nur die teilweise auch begründete Angst, Verantwortung für sich und andere übernehmen zu müssen und dann womöglich dafür grade zu stehen, wenn etwas „Schlimmes“ passiert (was auch immer das ist bei den realen Fakten) … ich sehe das so … jeder soll und kann sich seine Meinung bilden, ich wünsche mir mündige BürgerInnen, die selbständiges Denken in den Vordergrund stellen und auch vertreten?

Aktuell herrscht allerorts mehr Verwirrung als Klarheit!

In den letzten Monaten habe ich manchmal den Eindruck, dass bei dieser Coronapolitik unserer Regierung viele Menschen den sogenannten Obrigkeiten, allen voran unserem „Messias“ und den Medien blind folgen und vertrauen.

Zwei Möglichkeiten

Ich finde, es gibt zwei Möglichkeiten mit Corona umzugehen, die aktuelle finde ich nicht als die Richtige!

1. Der vollständige Lockdown, in der Hoffnung, das Virus damit einzudämmen. Die Folgen daraus wären ganz sicher ein wirtschaftlicher und sozialer Kollaps.

2. Man besinnt sich endlich auf das Wissen und die Fakten und erkennt, was man aus diesen bisherigen Erfahrungen schon ableiten kann.

Infektionen gibt es seit dem Bekanntwerden und den darauf folgenden Testungen. Je mehr getestet wird, desto mehr Infektionen werden dabei rauskommen. So passiert in den letzten Tagen und Wochen.

Wichtig wäre aus meiner Sicht, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Wieviele der positiven Tests und Infektionen führen zu einer tatsächlichen Erkrankung?
  • Wieviele Erkrankungen nehmen dann einen schweren Verlauf mit Spitalsbehandlung?
  • Wieviele davon führen zu Intensivbehandlungen?
  • Und wieviele davon zu einem tödlichen Ausgang?
„Das wären die Orientierungspunkte und nicht nur die reinen Infektionszahlen!“

Die Zahlen und Fakten

Für Österreich wissen wir, dass aktuell (mit 12.9.20) 5.282 Personen erkrankt sind, 209 Personen sind in Spitalsbehandlung, davon 42 im Intensivbereich (ca. 1000 Betten sind für Covid vorgesehen, insgesamt gibt es in Österreich 2.450 Intensivbetten!!!). Über die Vorerkrankungen und das Alter der Personen im Spital und im Intensivbereich spreche ich gar nicht.

Ein möglicher Ansatz

Das heißt, ließe man das Ganze, so wie in Schweden, wo die Zahlen übrigens seit Wochen sinken, aufmerksam und bedächtig ohne jegliche Panik laufen und setzt daneben konkrete und den Fakten angepasste Maßnahmen, z.b. Masken in geschlossenen Räumen des öffentlichen Raums, Hygieneregeln beachten, engen Abstand über längere Zeit vermeiden und spezielle Überlegungen für besonders gefährdete Zielgruppen.

Und betrachtet man nur die Zahlen jener, die nach Infektionen (von bisher 1,3 Mio. Tests sind 33.000 positiv!) erkranken (aktuell ca. 5.300) und deren weiteren Verlauf, könnte das gesellschaftliche Leben relativ normal und ohne Panikmache und Schnellschüsse weitergehen.

Im Falle von tatsächlich nachgewiesenen Infektionen könnte es für die betroffene Person z.b. eine einwöchige Quarantäne geben. Bei einer „normalen“ Erkrankung (aktuell sind 15% aller positiv Getesteten erkrankt) bleibt die Betroffene solange zu Hause bis sie auskuriert ist (nach Tests), wie bei jeder anderen mit stärkeren Symptomen verbundenen Erkrankung auch. Ca. 40-50% aller postitiver Tests verlaufen ohne auffällige Symptome.

Die restliche Bevölkerung geht ihren normalen Alltag nach und hält sich eigenverantwortlich an die Mindest-Maßnahmen und schützt vorrangig die Risikogruppen.

Das Leben MIT dem Virus könnte auch so ohne Angst- und Panikmache gelebt werden …

Klaus Kroboth – Persönlichkeits & Teamentwicklung – Be Unique