Corona beschäftigt uns alle nun seit fast einem Jahr.

Corona im Kopf

Beim Aufstehen, über den ganzen Tag verteilt und auch noch vor dem Schlafen gehen. Der Virus sitzt bei den meisten von uns nicht im Körper, sondern im Kopf!

Ohne dabei natürlich nicht jene zu vergessen, die aktuell oder in Vergangenheit erkrankt sind und einen schweren Verlauf durchmachen mussten, oder im schlismmsten Fall daran verstorben sind.

Klar ist aber auch, über Alter, Vorerkrankungen und den weiteren Parametern zu allen betroffenen Personengruppen gibt es nun bereits ausreichend Wissen, Daten und Zahlen, die auch schon nachzulesen sind.

Falsche Zahlen und Daten

Erst heute musste ich hören, dass der statistische Wert der 7-Tages-Inzidenz (Zahl der positiven Tests im Verhältnis zur Bevölkerung) immer ausgehend von 100.000 Einwohner berechnet wird, z.b. im Tennengau/Salzburg gibt es aktuell 275 positve PCR-Tests, da das Tennengau aber nur 60.000 Einwohner zählt, wird der Wert hier auf 100.000 aufgerechnet und auch so in die Statistik genommen, nämlich mit 455 hochgerechneten Fällen. Und das wird überall so gehandhabt.

Das ist eine bewusste Täuschung und Falschberechnung von Zahlen! Nur so nebenbei!

Aber ich werde versuchen nun nicht emotional zu (re)agieren, sondern aufgrund sachlicher Fakten und Daten.

Der Blick ist subjektiv

Die Anwesenheit von und der Umgang mit Corona beeinflussen uns nun über viele Monate auch physisch, psychisch, wirtschaftlich und sozial.

Damit meine ich einerseits unseren persönlichen Umgang damit, der bei jedem von uns aus der individuellen Perspektive betrachtet und bewertet wird. Und andererseits den Umgang der Politik mit dem Thema und den daraus resultierenden Maßnahmen und Einschränkungen.

Menschen, die selbst von einem schweren Krankheitsverlauf betroffen sind oder waren, oder sogar Betroffene dadurch verloren haben, werden Corona anders betrachten, als Menschen, die nicht direkt betroffen sind.

Die erste Gruppe wird in vielen Fällen vorsichtiger und ängstlicher drauf blicken und die aktuellen Maßnahmen begrüßen und vieles davon befürworten.

Andere weniger persönlich Betroffene werden ihr Bild darüber wohl weniger gefährlich und dramatisch zeichnen und diese übermäßige Präsenz von Corona teilweise schon sehr kritisch beurteilen.

Der Blick auf die Dinge ist immer subjektiv und von meiner eigenen Haltung, Wahrnehmung und den Erfahrungen damit geprägt.

Emotionalität versus Sachlichkeit

Wie auch immer die persönlichen Sichtweisen sind, ich wünsche mir, dass diejenigen, die über Maßnahmen, Regeln oder Verordnungen und deren Konsequenzen zu entscheiden haben, davor die dafür notwendige Gesamtbrille aufsetzen. Ich wünsche mir, dass ihre Entscheidungen ausschließlich aufgrund von Wissen, Fakten und Daten getroffen werden und nicht geleitet aufgrund von politischen oder persönlichen Interessen, Emotionalität, Angst, Panik oder sonstiger „schlechter“ Ratgeber.

Das erwarte ich mir von jenen, die entschieden haben, in der Politik diese Funktion und die damit verbundene Verantwortung zu übernehmen.

Aktuell habe ich den Eindruck, dass eine große Anzahl der Menschen in Österreich viele der gesetzten Maßnahmen im Umgang mit Covid nicht mehr nachvollziehen können und darauf zunehmend ablehnend und kritisch reagieren. Ich gehöre auch zu dieser Gruppe!

Die zuletzt auch für den Sport (aber auch andere Bereiche wie Gastronomie, Kultur, etc.) und im Fußball getroffenen Maßnahmen (Zuschauerbegrenzung, Konsumationen, etc.) sind auch aus meiner Sicht völlig an den Fakten und Daten vorbei und fast schon aus Willkür und Aktionsimus entschieden worden. Daraus ergeben sich zwangsläufig Fragen, Unverständnis und Ärger. Solche planlosen und unreflektierten Entscheidungen sind nicht förderlich, Klarheit, Sicherheit, Zuversicht und Einigkeit zu schaffen.

Was könnten Lösungsansätze sein?

Es gibt denke ich nicht die eine Wahrheit und den absolut richtigen Umgang damit, aber ich denke, es wäre an der Zeit, endlich auch andere Lösungswege und Möglichkeiten anzudenken und auch zuzulassen. Der Virus ist da und wird nicht plötzlich verschwinden, auch nicht mit einer möglichen Impfung (ohne auch nur mal über deren Sicherheit nachzudenken).

Das bedeutet, entweder die Entscheidungsträger wählen auch die nächsten Monate den aus meiner Sicht kurzsichtigen Weg, basierend auf der Anzahl der positiven Tests, unkoordiniert, sichtlich mit falschen Daten und im ständigen „On and Out-Modus“ Folgemaßnahmen zu setzen, ohne die kurz- mittel- und langfristigen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu berücksichtigen.

Oder sie haben endlich den Mut, ihren eindimensionalen Weg zu verlassen und neue Wege zu gehen und faktenbezogen zu evaluieren und die möglichen Konsequenzen auf allen Ebenen (gesundheitlich, sozialpsychologisch und wirtschaftlich) mitzudenken und abzuschätzen. Darauf basierend sollten sie dann zielgerichtete und einheitliche Maßnahmen setzen.

Eine Möglichkeit wäre, anhand der Zahl der Erkrankten und der tatsächlichen Entwicklung bei der Auslastung unserer Krankenhaus- und Intensivbetten, die Notwendigkeit von notwendigen Maßnahmen zu beurteilen?

Wieso kann man z.B. nicht gut durchdachte und punktuell zielgerichtete Maßnahmen vorausplanen, die dann (aufgrund ärtzlicher Einschätzungen und Erfahrungen und auch faktenbezogen) bei Überschreitung einer gewissen Anzahl an Personen in Krankenhäusern und auf Intensivstationen für einen gewählten Zeitraum zur Umsetzung kommen?

Mein RESÜMEE

Covid 19 ist unter uns (die genauen Zahlen an bisher Erkrankten und Verstorbenen sind nachzulesen), aber Covid 19 ist auch KEIN Killervirus (Grad der Gefährlichkeit, für 98% der Bevölkerung nicht tödlich) und er ist auch nicht derjenige, der Schuld daran ist, wie wir mit ihm umgehen!

Die Verantwortung achtsam zu sein, grundlegende Dinge zu beachten, trägt jede und jeder Einzelne von uns, die Entscheidung über mögliche Antworten und gesetzte Maßnahmen treffen die Regierenden, hoffentlich auch mit Hilfe und Unterstützung unabhängiger ExpertInnen (Virologen, Epidemiologen, etc.) und mit der objektiven Brille mit Blick auf die gesamten Auswirkungen ihrer Entscheidungen.

DAS ist es , was ich mir so sehr wünsche … und ich merke mittlerweile, nicht nur ich!

Klaus Kroboth – Persönlichkeits & Teamentwicklung – Be Unique