Wer trägt die VERANTWORTUNG

Aktuell wird wieder heftig darüber diskutiert wer für die „Krise“ in unserem Nationalteam verantwortlich ist.

Viele sehen alleine in Franco Foda den Schuldigen, andere meinen wiederum die Spieler bringen ihre Leistung nicht auf den Platz und manche suchen die Ursachen gar in den Verbandsstrukturen.

Meine Sicht der Dinge ist klar. Jeder der beteiligten Personen trägt die persönliche Verantwortung für sein Tun!

Der Trainer

Jeder Trainer und auch der Teamchef kann sein Verhalten und seine Entscheidungen reflektieren und sich ständig kritisch hinterfragen. Er kann sich zum Beispiel fragen, ob seine Entscheidungen oder Verhaltensweisen gut und richtig sind oder ob diese jene Wirkung zeigen, die er gerne haben will. Er kann zusätzlich das Gespräch mit seinem Staff und auch mit der Mannschaft suchen, um hier Probleme oder Zweifel offen anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Franco Foda, Teamchef Österreich

Der Spieler

Auch jeder einzelen Spieler kann sich selbst und seine Leistungen kritisch hinterfragen. Ich habe aktuell den Eindruck, viele Spieler sind stark mit sich selbst beschäftigt. Sie versuchen durchaus alles, nur habe ich den Eindruck, sie spielen gerade mehr für sich alleine und nicht als Team und im Kollektiv. Hier gilt es nun ehrlich und selbtskritisch an den wichtigen persönlichen Schrauben zu drehen, sich hier gerade jetzt bei der eigenen Nase zu nehmen, um so auch eine Wende herbeiführen zu können. Eine andere Möglichkeit ist sicherlich, sich Unterstützung zu holen und die Situation mit jemand Außenstehenden klar und sachlich zu besprechen, zu analysieren und gute passende Lösungsansätze zu erabeiten (z.B.: mit einem Mentalcoach oder Persönlichkeitsentwickler … 🙂

Romina Bell, FK Austria Wien Frauen

Das Team

Wir hören oft, der Draht zum Trainer wäre schlecht. Warum sprechen dann Führungsspieler die Probleme, die sie sehen nicht an beim Trainer? Da sind sicherlich auch die Spieler in der Verantwortung. So könnte auch der Teamchef die Chance bekommen, Dinge anzupassen und zu verändern, natürlich nur, wenn er dafür offen ist.

Nur, genau jener Punkt ist aus meiner Erfahrung oft das Problem. Einerseits, bin ich als Trainer auch tatsächlich offen für „Kritik“ aus der Mannschaft? Und andererseits, habe ich als Spieler möglicherweise Angst vor den möglichen Konsequenzen, wenn ich die Probleme und Dinge offen ausspreche?

Hier sind wir beim großen und aus meiner Sicht noch sehr unterschätzten Thema der Teamentwicklung. Ein funktionierendes Team spürt die Sicherheit, solche Dinge ansprechen zu können, mehr noch, das zeichnet es sogar aus. Aber dazu gehören eben viel Bereitschaft, Offenheit, Vertrauen und Kritikfähigkeit, alles Grundvoraussetzungen, die es in einem Prozess gemeinsam zu erarbeiten gilt. Das alles ist kein Selbstläufer und keine Selbstverständlichkeit!

SCR Altach Teamentwicklung

Der Verband

Die grauen Herren im Verband sind dafür verantwortlich die passenden und guten Rahmenbedingungen und Strukturen zu schaffen, in denen Entwicklung und Erfolg möglich werden kann. Dazu gehören unter anderem das klare Profil und die richtiuge Auswahl eines Teamchefs, der als ganze Persönlichkeit zur DNA und zur Philosophie des Teams und unseres Landes passt.

Infos + Kontakt zu meiner Arbeit

Klaus Kroboth – Persönlichkeits & Teamentwicklung – Be Unique

aktuell tätig als Teamentwickler beim SCR Altach + FK Austria Wien Frauen

+43 664 125 64 42 / office@klaus-kroboth.com

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